Was 2006 als mutige Förderidee begann, ist heute ein globales Netzwerk mit Strahlkraft: Die Cartier Women’s Initiative feiert ihr 20-jähriges Jubiläum und zeigt, wie Frauen weltweit mit Innovation, Technologie und Unternehmergeist Lösungen für die drängendsten Probleme unserer Zeit entwickeln.
Seit zwei Jahrzehnten steht die Cartier Women’s Initiative für eine klare Mission: Frauen dabei zu unterstützen, Unternehmen aufzubauen, die nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sind, sondern auch gesellschaftlichen und ökologischen Wandel vorantreiben. Aus einer von Cartier initiierten Förderplattform ist ein internationales Leadership-Programm geworden, das heute über 330 Unternehmerinnen aus 66 Ländern umfasst. Zum 20-jährigen Jubiläum steht das Programm unter dem Motto „Lighting the path“.
Der Ansatz ist ganzheitlich. Neben finanzieller Unterstützung – bis zu 100’000 US-Dollar für die Erstplatzierten – bietet das Programm Zugang zu einem globalen Netzwerk, intensives Mentoring sowie ein einjähriges Fellowship mit Fokus auf Leadership, Business-Skills und persönlicher Entwicklung. Gerade diese Kombination macht den Unterschied: 97 Prozent der Teilnehmerinnen berichten nach dem Programm von gesteigertem Selbstvertrauen, 44 Prozent erschließen neue Märkte und 66 Prozent sichern sich zusätzliche Finanzierung. Vergeben werden insgesamt zehn Awards: neun regionale sowie der thematische Science & Technology Pioneer Award, der Frauen mit disruptiven wissenschaftlichen oder technologischen Innovationen auszeichnet. Im Zentrum stehen dabei stets Gründerinnen, die mit ihren Unternehmen konkrete Lösungen für globale Herausforderungen entwickeln. Die aktuellen Fellows 2026 zeigen die ganze Bandbreite dieses Impact-Ansatzes.
Mehr über die 2026 Fellows
In Lateinamerika etwa arbeitet Cristina Campero Peredo mit ihrem Unternehmen Prosperia an einer KI-basierten Lösung für Augenkrankheiten und ermöglicht Millionen Menschen Zugang zu frühzeitiger Diagnostik. In Chile bringt Maricruz Larrea Perez (Farmtastica) mit urbanen Farmen frische Lebensmittel direkt in die Städte. Dabei reduziert sie den Ressourcenverbrauch und verkürzt Lieferketten. In Kolumbien bietet Natalia Cano (Docokids) Eltern über eine digitale Plattform rund um die Uhr medizinische Beratung für ihre Kinder.



Auch in Nordamerika zeigen die ausgezeichneten Gründerinnen, wie Innovation gesellschaftliche Barrieren abbauen kann: Keely Cat-Wells schafft mit ihrer Plattform Making Space neue Arbeitschancen für Menschen mit Behinderungen, während Alba Forns mit Climatize Investitionen in erneuerbare Energien für Einzelpersonen schon ab zehn US-Dollar zugänglich macht.


In Europa wiederum stehen soziale und nachhaltige Geschäftsmodelle im Fokus. Hahyeon Park entwickelt mit OmenaTechnologies digitale Lösungen rund um die Menopause. Ein Thema, das gerne für Tabu erklärt wird. Angela Ursem setzt mit Food for Skin auf radikale Transparenz und Kreislaufwirtschaft in der Hautpflege, während Elise Thorel mit dem Gastronomiekonzept Marie Curry Migrantinnen wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglicht.



In Afrika beweisen die Fellows, wie unternehmerischer Mut lokale Wirtschaftssysteme stärken kann. Alice Ndeh hat mit Nkwa eine Finanzplattform aufgebaut, die Menschen im frankophonen Afrika ohne Bankzugang dabei hilft, durch strukturiertes Sparen finanzielle Resilienz aufzubauen. Louisa Gathecha schließt mit Bottle Logistics in Kenia zugleich eine ökologische und eine wirtschaftliche Lücke: Ihr Unternehmen recycelt Glasabfälle und führt diese zurück in die lokale Produktion.


In Asien stehen Gesundheit, Landwirtschaft und Zugang im Mittelpunkt. Vriko Yu stellt mit Archireef in den Vereinigten Arabischen Emiraten zerstörte Korallenriffe mithilfe von 3D-gedruckten Terrakotta-Strukturen wieder her. In Indien ermöglicht Divya Kamerkar mit Pinky Promise Frauen diskreten und erschwinglichen Zugang zu gynäkologischer Versorgung per App, für viele die erste Konsultation mit einer Fachärztin überhaupt. Und in Nepal macht Prakriti Gautam mit Khetipati Organics die Arbeit kleinbäuerlicher Betriebe sichtbar und rentabel: Ihr Unternehmen verarbeitet Überschüsse und saisonale Produkte zu haltbaren Lebensmitteln wie Trockenfrüchten, Pulvern und Gewürzen. Im Ganzen sind 30 Frauen nominiert.



Die Preisverleihung der Cartier Women’s Initiative findet am 10. Juni 2026 in Bangkok, Thailand statt.
Erfahre hier mehr über die Initiative. Du bist selbst Unternehmerin? Bis zum 16.06.26 kannst du dich für die 2027 Awards bewerben.
Fotos: © Cartier Women’s Initiative
Eine Schweizer Gründerin, die wir vor kurzem interviewt haben, ist Catarina Dahlin von der Sleep-Tec-Brand Dagsmejan.






