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CHANEL Next Prize 2026: Zehn Künstler mit Rückenwind

by Patrick Pierazzoli
10.02.2026
in CULTURE
CHANEL Next Prize 2026: Zehn Künstler mit Rückenwind

Manchmal möchte man meinen, die Welt der Hochkultur sei ein staubiger Salon, in dem man nur flüstert und der Tee grundsätzlich zu lange zieht. Doch dann öffnet jemand das Fenster, lässt den Durchzug herein und verteilt Spielgeld, das keines ist. CHANEL hat gerade wieder zehn Umschläge versiegelt, die jeweils 100.000 Euro schwer sind. Kein „Dankeschön für das Lebenswerk“, sondern Treibstoff für Köpfe, die gerade erst so richtig Fahrt aufnehmen. Der „Next Prize“ ist kein klassischer Award, sondern eher ein zweijähriges Rundum-Sorglos-Paket inklusive Mentoring durch Schwergewichte wie das Royal College of Art.

Stell dir vor, du sitzt in einer Jazz-Bar in Kalifornien. Ambrose Akinmusire bläst in seine Trompete und plötzlich klingt Jazz nicht mehr nach verrauchten 50er-Jahren, sondern nach der Zukunft der klassischen Musik. Akinmusire, ein viermaliger Grammy-Nominee, ist einer dieser Glückspilze, die nun mit dem Segen des Hauses Chanel weiter an ihrem ganz eigenen Soundteppich weben dürfen. Er steht stellvertretend für eine Kohorte, die sich weigert, in Schubladen zu passen.

Von tanzenden Stuntmen und botanischen Geistern

Es wird eklektisch: Während Payal Kapadia in Cannes die Jury mit Filmen verzaubert, die zwischen Dokumentation und luzidem Traum wandeln, lässt Ayoung Kim in Seoul die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen. Kim nutzt Live-Motion-Capture, um Stunt-Performern digitale Avatare überzustreifen – eine Art „Matrix“ für die Kunstwelt, nur ohne die Lederstiefel.

Dass Kunst nicht nur im Kopf, sondern im ganzen Körper stattfindet, beweisen Talente wie Marco da Silva Ferreira oder Andrea Peña. Da Silva Ferreira, einst Sieger einer Tanz-Castingshow, verwandelt Clubkultur in Hochglanz-Choreografien, während Peña ihr Studium im Industriedesign nutzt, um die Bühne in eine Art architektonisches Experimentierfeld zu verwandeln. Es ist dieser Mut zur Hybridität, der die 2026er Gewinner eint.

Ein Erbe, das nicht einstaubt

Wer glaubt, das Ganze sei bloße Imagepflege, vergisst, dass Gabrielle Chanel schon damals mit Salvador Dalí und Jean Cocteau um die Häuser zog. Es ist also eigentlich nur konsequent, wenn heute Álvaro Urbano botanische Repliken baut, die so echt aussehen, dass man sie gießen möchte, um darin queere Geschichte zu finden. Oder wenn Pan Daijing ganze Museen wie das Haus der Kunst in München in 18-räumige Klang- und Lichtlabyrinthe verwandelt.

Auch der Brückenschlag zur Mode bleibt nicht aus, allerdings fernab der Stange: Bárbara Sánchez-Kane aus Mexiko-Stadt zerlegt Männlichkeitsrituale mit Skulpturen und Kostümen, die mehr über Macht aussagen als jedes politische Manifest. Zusammen mit dem Sound-Künstler Emeka Ogboh und dem Maler Pol Taburet bilden sie eine Allianz der Unangepassten.

Was haben wir davon im Alltag? Vielleicht das Wissen, dass irgendwo da draußen jemand gerade 100.000 Euro ausgibt, um eine Maschine zum Weinen zu bringen oder den Sound einer Stadt in ein Parfüm zu verwandeln. Es ist die Gewissheit, dass das nächste große Ding nicht in einem Meeting-Raum, sondern in einem Berliner Atelier oder einer Tanzschule in Porto entsteht. Und das Beste daran: Wir dürfen zusehen, wie diese Reise Fahrt aufnimmt.

Hier sind die zehn Visionäre des CHANEL Next Prize 2026

Ambrose Akinmusire: Der Klang-Architekt

Wenn Jazz eine Sprache ist, dann schreibt Ambrose Akinmusire gerade ein neues Wörterbuch. Der kalifornische Trompeter ist weit mehr als ein Virtuose; er ist ein Geschichtenerzähler, der die Grenzen zwischen Jazz und zeitgenössischer Klassik mit einer Leichtigkeit einreißt, die ihm bereits vier Grammy-Nominierungen einbrachte.

Live-Termin 2026: Am 3. Mai 2026 gastiert er gemeinsam mit dem Brussels Jazz Orchestra in der Elbphilharmonie Hamburg.

© Balazs Gardi

Ayoung Kim: Die Herrin der Avatare

Die Südkoreanerin Ayoung Kim nutzt Technologie nicht als Werkzeug, sondern als Medium, um Identität im digitalen Zeitalter neu zu verhandeln. Mit Game-Simulationen und generativen Medien lässt sie menschliche und maschinelle Sichtweisen verschmelzen.

Ausstellung 2026: Ihre erste US-Einzelausstellung „Delivery Dancer Codex“ ist noch bis zum 16. März 2026 im MoMA PS1 in New York zu sehen.

© Kanghyuk Lee / Snakepool

Marco da Silva Ferreira: Widerstand in Bewegung

Vom „So You Think You Can Dance“-Gewinner zum avantgardistischen Choreografen: Der Portugiese Marco da Silva Ferreira bringt Street Dance und Club-Kultur auf die großen Bühnen. Seine Werke sind hochenergetische Dialoge über kulturelles Erbe.

Performance 2026: Sein neues Werk „F*cking Future“ wird vom 27. bis 30. Mai 2026 im Chaillot – Théâtre national de la Danse in Paris und vom 4. bis 6. Juni 2026 im Sadler’s Wells East in London aufgeführt.

© Blandine Soulage

Pan Daijing: Die Zeremonienmeisterin

Pan Daijing verwandelt Architektur in sensorische Erfahrungen. Die in Berlin lebende Künstlerin komponiert Räume aus Klang, Licht und Körpern, die den Betrachter förmlich verschlingen.

Ausstellung 2026: Zu Beginn des Jahres ist sie in der Gruppenausstellung zum Sigg Prize 2025 im M+ Museum in Hongkong vertreten (bis 4. Januar 2026).

© Nadine Fraczkowski

Payal Kapadia: Die Träumerin aus Mumbai

Spätestens seit ihrem Grand-Prix-Gewinn in Cannes gilt Payal Kapadia als eine der wichtigsten Stimmen des modernen Kinos. Ihre Filme sind zarte Webarbeiten aus Dokumentation, Erinnerung und Fiktion.

Film-Event 2026: Am 12. März 2026 präsentiert sie ihren preisgekrönten Film „All We Imagine as Light“ inklusive Diskussion am Institute for Ideas and Imagination in Paris.

© Ranabir Das CHANEL

Emeka Ogboh: Der Archivar der Sinne

Emeka Ogboh lässt uns die Welt hören, schmecken und riechen. Seine Sound-Installationen sind tiefgreifende Meditationen über Migration, Globalisierung und das kollektive Gedächtnis.

Ausstellung 2026: Seine Arbeit „The Way Earthly Things Are Going II“ ist bis zum 11. Januar 2026 auf der 36. Bienal de São Paulo zu erleben.

© Igor Emmerich

Andrea Peña: Die Körper-Designerin

Mit einem Hintergrund im Industriedesign nähert sich Andrea Peña der Choreografie fast wie einer Bauzeichnung. Ihre Stücke kreieren alternative Universen, in denen der Körper zum Ort des Empowerments wird.

Performance 2026: Ihr Kollektiv „Andrea Peña & Artists“ bespielt im Frühjahr (Januar bis April) das Sadler’s Wells East in London.

© Aime Elle

Pol Taburet: Der Geisterseher

Die Gemälde und Installationen von Pol Taburet sind bevölkert von rätselhaften Figuren, die zwischen Realität und Übernatürlichem wandeln. Seine Technik verbindet klassische Malerei mit modernem Airbrush.

Ausstellung 2026: Seine Werke sind bis zum 14. Februar 2026 in der Gruppenausstellung „Horror“ bei Sprüth Magers in Los Angeles zu sehen.

© Gorka Postigo

Álvaro Urbano: Der botanische Illusionist

Álvaro Urbano erschafft Ruinen und Pflanzen aus Stahl und Farbe, die so lebensecht wirken, dass sie die visuelle Erwartung des Betrachters komplett unterlaufen. Er nutzt das Florale, um versteckte queere Narrative freizulegen.

Austellung 2026: Urbano bleibt präsent in den Sammlungen großer Häuser wie dem Hamburger Bahnhof in Berlin oder dem Metropolitan Museum of Art in New York.

© Agustín Farias

Bárbara Sánchez-Kane: Die Mode-Rebellin

Bárbara Sánchez-Kane nutzt Design und Performance, um Codes von Männlichkeit und Macht zu sezieren. Ihr Label ist genderless, ihre Kunst radikal politisch.

Präsenz 2026: Nach ihrem Erfolg auf der Venedig-Biennale arbeitet sie von ihrem Studio in Mexiko-Stadt aus an neuen Projekten für den CHANEL-Mentoring-Zeitraum.

© Dorian Ulises López CHANEL

Tags: Agustín FariasAime ElleÁlvaro UrbanoBalazs GardiBlandine SoulageChanelDorian Ulises LópezGabrielle ChanelGorka PostigoIgor EmmerichJean CocteauKanghyuk LeeNadine FraczkowskiRanabir DasSalvador Dalí
Patrick Pierazzoli

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