Punk war schon immer die Basis von Kidill. Seit der Gründung des Labels im Jahr 2014 hat Hiroaki Sueyasu mit Rauheit, Übermaß und Verzerrung gearbeitet. In der Herbst/Winter-Kollektion 2026/27 mit dem Titel Heaven bleiben diese Elemente erhalten, werden jedoch weniger aufdringlich eingesetzt. Die Kollektion entfernt sich vom Spektakulären und lässt gegensätzliche Impulse – Weichheit und Strenge, Unschuld und Aggression – zum Vorschein kommen.
Die Kidill Herbst/Winter-Kollektion 2026/27
Die Herbst/Winter-Kollektion 2026/27 beginnt mit gedämpften Tönen, einer Farbpalette, die von Schwarz über rauchige Grautöne zu staubigen Blautönen und blassen Rosatönen übergeht. Vor diesem sanften Hintergrund erscheinen überdimensionale Teufels- und Engelsflügel – übertrieben groß, fast zeremoniell – und schaffen einen Dialog zwischen gegensätzlichen Zuständen statt einer einzigen Stimmung. Die visuelle Sprache des Punk bleibt erhalten. Tartan, seit langem in der subkulturellen Kleidung verankert, zieht sich durch Hosen, Mod-Mäntel und Kopfbedeckungen, während Bondage-Riemen, Sicherheitsnadeln und Metallverzierungen die Rohheit im Kern des Hauses bewahren. Kunstwerke von Trevor Brown sind direkt auf die Kleidungsstücke aufgebracht und verankern die Kollektion in der Underground-Kultur Tokios. An anderer Stelle kontrastieren Tülllagen mit gesteppten Röcken, Hosen und Bomberjacken und verleihen den auf Gewicht und Volumen basierenden Silhouetten Leichtigkeit.
Unsere Lieblingslooks:







Die Herbst/Winter-Kollektion 2026/27 zeigt einen Designer, der selbstbewusst genug ist, Volumen zu reduzieren, ohne dabei an Überzeugung zu verlieren. Die gegensätzlichen Kräfte von Kidill bleiben erhalten und werden eher im Gleichgewicht gehalten als aufgelöst.
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Teaserfoto & Fotos: © Launchmetrics SpotlightSM






