Mitsuru Nishizaki, Gründer und Creative Director von Ujoh, hat sich einen festen Platz im Kalender der Pariser Fashion Week erarbeitet. Die Marke ist dafür bekannt, die Sprache von Tailoring und Schnitttechnik immer wieder neu zu denken und ihre eigenen Codes, Formen und Strukturen mit Neugier statt mit starrer Tradition zu hinterfragen. Präzises Tailoring bleibt dabei zentral, wird aber selten auf konventionelle Weise behandelt. Stattdessen nähert sich Nishizaki dem Thema mit viel Vorstellungskraft. So wirkt Struktur elegant, aber nie steif: kreativ, aber kontrolliert. Für Herbst/Winter 2026/27 gab Nishizaki der Kollektion den Titel Antithesis, ein Spiel mit Gegensätzen – Struktur und Weichheit, Disziplin und Leichtigkeit –, die innerhalb derselben Silhouette zusammenkommen.
Ujoh Herbst/Winter 2026/27 Kollektion
Die Kollektion rund um die Idee der Antithese auf: Struktur trifft auf Weichheit, Disziplin auf Leichtigkeit. Die Präzision im Schnitt bleibt sichtbar, doch die Silhouetten wirken entspannter und bewegen sich zwischen Eleganz und einer leichten Unordnung. Materialien spielen dabei eine zentrale Rolle. Einige Stoffe werden in Japan auf einem Schönherr-Webstuhl aus den 1960er-Jahren gefertigt, der fünfmal langsamer arbeitet als moderne Maschinen und den Textilien eine dichte, fast greifbare Qualität verleiht. Faux-Suede und Faux-Fur erscheinen in Aviatorjacken, während Spitze überraschend unter strukturierten Layers auftaucht. Karomuster bringen einen subtilen 90er-Grunge-Vibe hinein, und eine dunkle Palette aus Schwarz, Schokolade und Rosenholz wird von Akzenten in Farn-Grün und Feige aufgelockert.
Top Looks Womenswear:



Top Looks Menswear:


Die Ujoh Herbst/Winter 2026/27 Kollektion verfeinert weiter die Elemente, die das Haus ausmachen — Präzision im Schnitt, eine erfinderische Herangehensweise an Tailoring und ein besonderes Gespür für Proportionen. Mit jeder Saison treibt Mitsuru Nishizaki diese Ideen weiter voran und experimentiert innerhalb der gestalterischen Sprache, die er für die Marke aufgebaut hat. Hier bewegen sich Struktur und Weichheit ganz selbstverständlich nebeneinander und zeigen, dass Gegensätze bei Nishizaki nicht kollidieren, sondern Energie erzeugen.
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Teaserfoto & Looks: © Launchmetrics SpotlightSM






