Die Spring-2026-Kampagne von Valentino definiert Eleganz neu durch ihre Unausgewogenheit. Sie lehnt Spektakuläres zugunsten von Verletzlichkeit ab. Und begeistert damit umso mehr.
Fallen ist hier kein Drama, sondern Zustand. Körper schweben am Rand des Kippens, in diesem vagen Moment, in dem Balance nachgibt und Abhängigkeit sichtbar wird. Die Bilder bleiben kurz vor dem Aufprall stehen – und gehen dann weiter. Verletzlichkeit wird zu etwas Geteiltem, nicht zu einem privaten Scheitern. Es geht nicht um Rettung oder Kontrolle. Es geht ums Dableiben. Ums Halten. Darum, Gewicht gemeinsam zu tragen.
Gezeigt auf der Paris Fashion Week Spring/Summer 2026 im Oktober 2025, löst sich die Kollektion von Starrheit und Hochglanz. Unter Alessandro Micheles Vision wird Mode zur Sprache der Verantwortung: was wir tragen, was wir teilen und was wir nicht fallen lassen.
Valentinos Spring 2026 romantisiert Fragilität nicht. Es benennt sie. Und entlarvt dabei leise die Illusion, allein bestehen zu können.





Valentino wird seine Herbst/Winter-Kollektion 2026/27 in Rom zeigen und kehrt damit für eine Saison in die Stadt zurück, in der das Modehaus 1960 gegründet wurde. Das Label setzt dafür einmal mit Paris aus, hat aber bereits signalisiert, dass es spätestens zur darauffolgenden Show wieder in den Kalender der Paris Fashion Week zurückkehren wird.
Credits:
Creative Director: Alessandro Michele Photographer & Director: Willy Vanderperre @willyvanderperre, Art Director: Christopher Simmonds , Stylist: Jonathan Kaye @jonathan_kaye ,Set Designer: Victoria Salomoni @victoriasalomonistudio , Hair stylist: Esther Langham @estherlangham , Make up artist: Yadim Carranza @yad1m, Manicure: Sara Ciufo @saraciufo_nails , Casting Director: Rachel Chandler @rachel_chandler
Models: Emese Nyiro @emese.nyiro , Peris Adolwi @peris_adolwi , Malena Tafel @malenatafel , Chloe Oh @chlocloh , Valery Sergeeva @valeryflos , Amos Laermans @amos_duc_et_roi , Siddartha @zakyamuni , Saliou Gueye @mamesaliou474 , Lv Yfan @lvyifan9.1
Für mehr zur Geschichte des Hauses, lies den FACES-Tribute an Valentino Garavani und diesen Artikel über das Buch zum Maison.






