Dass Mode Kunst ist, muss uns niemand erzählen, davon sind wir tief überzeugt. Was das genau heißt, darüber lässt sich philosophieren. Und zwar am besten am ersten Montag im Mai. „Fashion is Art“ lautet der Dresscode der diesjährigen Met Gala. Sie feiert wie immer die Eröffnung der dazugehörigen Ausstellung im Met Museum, die sich „Costume Art“ nennt. Doch wie kreuzt man als geladener Gast auf? Wir hätten da ein paar Ideen.
Mode – Stoffe, Schnitte, ganze Looks – ist Kunst. Ist also auch die ausgeleierte Trainerhose kombiniert mit löchrigem Shirt und kaputten Sneakern Kunst? Ist Fast Fashion Kunst? Nö. Ein paar Richtlinien gibt’s schon. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Museen, die gänzlich der Mode gewidmet sind, und Kunstmuseen, die Mode ins Programm nehmen. Die„Costume Art“-Ausstellung am Met Costume Institute widmet sich spezifisch dem Körper. Sprich, wie der Körper von DesignerInnen als leere Leinwand genutzt wird, die durch Kleidung geformt, gefüllt und schließlich zum Kunstwerk wird.
Wer versteht das Met-Motto?
Mal ist’s ein relevanter Text aus der Kultur, mal wird eine DesignerIn gewürdigt – und immer schwebt die drohende Frage in der Luft, wer das Met Gala Motto versteht und wessen StylistIn es korrekt umsetzt. „Fashion is Art“ scheint einer der einfacheren Dresscodes zu sein, kann man mit diesem Satz als Leitfaden doch so ziemlich in alle Himmelsrichtungen ausschlagen. Was an Gemälde erinnert, an architektonische Kunst, an Malerei. Und davon lassen sich DesignerInnen schließlich seit eh und je selbst inspirieren, man schaue mal bei Schiaparelli, Comme des Garçons, Jean Paul Gaultier und dergleichen vorbei.
Die Looks stehen bestimmt längst. Weil wir erstaunlicherweise keine Einladung von Madame Wintour im Briefkasten hatten, schlagen wir mal vor, was wir anziehen würden – oder was wir uns gut auf den legendären Treppen des Metropolitan Museum of Art vorstellen könnten.
Comme des Garçons
Volumen, skulpturale Entwürfe – eine perfekte Wahl für Kunst- und Architekturbegeisterte.


Vivienne Westwood
Wie wär’s mit etwas aus dem Archiv der Godmother of Punk?

Jean Paul Gaultier
Das Enfant Terrible der Modesezene ist auf jeden Fall künstlerisch unterwegs.


Moschino
Hier diente wortwörtlich Kunst als Inspiration, unter anderem die Gemälde von Pablo Picasso. Mit so einer direkten Referenz kann man also nichts falsch machen.


Schiaparelli
Gerade läuft eine Schiaparelli-Ausstellung in London. Längst klar, dass dieses Label genau so Kunst wie Mode ist.


Dior
Auch im Dior-Archiv lagern Schätze, die es verdient haben, auf den Met-Gala-Treppen zur Schau gestellt zu werden.




Maison Margiela
Jede Haute Couture Show von Maison Margiela ist großes Kino und große Kunst.


Alexander McQueen
Dramatisch und voluminös à la Alexander McQueen? Wie gemacht für die Treppen


Was war eigentlich letztes Jahr so los an der Met Gala? Das verraten wir dir hier.
Den Livestream zur Met Gala kannst du übrigens auf Youtube verfolgen.






