Vor 250 Jahren gab’s keinen Strom, keine Autos und keine Antibiotika. Aber Anstoßen auf das sehr viel simplere Leben konnte man 1776 schon. Und zwar mit Louis Roederer. Dieses Jahr feiert die französische Champagner-Maison ihren 250. Geburtstag.
Jubiläum feiern geht immer auch mit Nostalgie und Sentimentalität einher. Vor allem, wenn es sich um einen monumentalen Meilenstein wie ein Vierteljahrtausend handelt. Allein die Überlegung, wie der Alltag der Menschen vor 250 Jahren überhaupt ausgesehen hat, erfordert in unserer sich rasant wandelnden Welt einiges an Vorstellungskraft.
Louis Roederer wurde 1776 im französischen Reims gegründet und zählt zu den wenigen großen Champagnerhäusern, die bis heute unabhängig und in Familienbesitz sind. 1833 erbte Louis Roederer die Maison und gab ihr somit ihren heutigen Namen. Meilensteine gibt es in der Roederer-Geschichte einige. 1876 beispielsweise – exakt ein Jahrhundert nach Gründung – kreierte Roederer für den Zaren Alexander II. Cristal, den ersten Prestige-Champagner.
Das Streben nach Einzigartigkeit und Freiheit wird heute in siebter Generation fortgesetzt – von Frédéric Rouzaud, den wir diesen Sommer an unserem FACES x Forbes Luxury Summit im Dolder Grand in Zürich als Speaker begrüßen durften.


Auf die nächsten 250 Jahre
Vor lauter Feierlichkeiten und Schwelgen in der Vergangenheit darf man aber die Zukunft nicht vergessen. Schließlich möchten die Menschen bestimmt auch in den nächsten 250 Jahren nicht auf köstlichen Champagner verzichten.
Roederer passt sich nicht nur dem sich ändernden Klima an, sondern auch dem Konsumbewusstsein der Kundschaft. Die Weinberge des Hauses verteilen sich auf die Montagne de Reims, das Vallée de la Marne und die Côte des Blancs. Beim Weinbau für Roederer unerlässlich: Nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Anbauen. So wird beispielsweise auf Herbizide verzichtet. Bei manchen Parzellen kommen Pferde zum Einsatz – manches muss man eben nicht unbedingt auf die Moderne anpassen. Heute besitzt Louis Roederer mit 135 Hektar biozertifizierten Rebgärten den größten Weinberg der Champagne mit biologischem Weinbau. Die Trauben werden von Hand geerntet, jede Parzelle einzeln vinifiziert
„Im 21. Jahrhundert müssen wir um die Natur kämpfen. Noch nie war es so wichtig, die Erde zu achten. Der Respekt für die Natur trägt dazu bei, die Resilienz der Weinstöcke zu steigern, größtmögliche Diversität zu schaffen, das Ökosystem mit zahlreichen Arten zu bereichern und unseren eigenen Kurs festzulegen“, sagt Kellermeister Jean-Baptiste Lécaillon. Wenn sich Louis Roederer weiterhin an diese Grundsätze hält, dann steht dem nächsten erfolgreichen Vierteljahrtausend nichts im Weg.


Hier tauchst du noch tiefer in die Geschichte von Louis Roederer ein.
Fotos: © Los Roederer
Wenn es doch einmal kein Champagner sein soll, dann findest du hier unsere liebsten Cafés in Zürich.






