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Home CULTURE

The Devil Wears Prada 2: Unsere Review

by FACES Magazin
06.05.2026
in CULTURE
The Devil Wears Prada 2: Unsere Review

Noch ein Review zu „The Devil Wears Prada 2“? Nein, viel besser: Ein Gespräch zwischen FACES Grafikdesignerin Bianca Ugas und FACES Senior Editor Josefine Zürcher, die die sagenumwobene Welt des Modejournalismus aus erster Hand kennen. Die beiden sind sich nach dem Kinobesuch einig: Die zwei Stunden haben sich gelohnt – und das nicht nur wegen des Mini-Auftritts von Lady Gaga. Warum die Fortsetzung Nostalgiewellen auslöst und trotzdem zukunftsweisend ist, der Lovestory-Plot getrost hätte gespart werden können und was Tech-Bros aus dem Film lernen können, lest ihr hier.

Josefine Zürcher: Vor 20 Jahren war ich 11 Jahre alt. Zu jung, um mir ernsthafte Gedanken über meine berufliche Zukunft zu machen, aber alt genug, um bereits so vernarrt in Bücher zu sein, dass mir die Welt des Publishing, oder was ich als Kind darunter halt so verstand, als äußerst verlockend erschien. Es gab ja in den frühen Zweitausendern nicht nur „The Devil Wears Prada“, sondern eine regelrechte Flut an Feelgood-Filmen – „13 Going on 30“ „Sex and the City“ oder auch „Almost Famous“ – die mir ein Rezept für ein glorioses Erwachsenendasein versprachen: Großstadt + irgendwas mit Journalismus, Mode oder PR + Stress = Glück und Erfolg. Rückblickend muss ich zugeben, dass solche Narrative vielleicht doch mehr Einfluss auf mich hatten, als ich damals ahnte. Welche Erinnerungen verbindest du mit Miranda Priestly, Andy Sachs und Co.? 
Bianca Ugas: Ich kann mich noch daran erinnern, wie sehr meine Mutter und meine Tante den Film damals gefeiert haben. Ich war 2006 erst sechs Jahre alt und kann mich deswegen kaum mehr daran erinnern. Mit 12 habe ich dann „Gossip Girl“ und weitere „Girl with big dreams in New York“-Filme der Neunziger und frühen Zweitausender für mich entdeckt. Dazu gehörte natürlich auch „The Devil Wears Prada“. Schon damals war ich fest überzeugt, in dieser Branche arbeiten und mich vor einer Chefin wie Miranda beweisen zu wollen. Ich erlebe jetzt mit Mitte 20 den zweiten Teil des Films und arbeite nun selbst in der Modewelt – das ist schon sehr surreal. Ich würde mal sagen, Ziel erreicht, bis auf eine Chefin wie Miranda. Konntest du dich in gewissen Szenen wiederfinden? Und wie war es für dich, diese Parallelen zu unserem eigenen Arbeitsalltag zu sehen?

JZ: Bei gewissen Szenen haben wir uns im Kino angegrinst, weil wir ähnliches kennen – Abgabestress und die Kooperationen mit wichtigen Kunden beispielsweise. Das fühlt sich schon surreal und gut an. Vielleicht habe ich einen Hang zum Pessimismus, aber ich blieb vor allem an den negativen Seiten hängen. Am meisten beschäftigt mich, wie KI unsere Branche ruiniert. Gute Texte, gute Fotografie und gutes Storytelling können schlicht und einfach nicht generiert werden, erst recht nicht, da ChatGPT und Co. ja nur „funktionieren“, weil sie die Arbeit echter Menschen klauen. The bar is on the floor, wie man so schön sagt, aber ich bin tatsächlich beeindruckt, dass eine gigantische Hollywood-Produktion es wagt, sich nicht nur über Tech-Bros und KI lustig zu machen, sondern auch deutlich den Standpunkt vertritt, dass KI in der kreativen Branche nichts zu suchen hat. Übrigens Fun Fact hierzu: Runway und Miranda geraten ja in Ungnade, weil das Magazin unwissentlich ein Fast Fashion Label promotet. Danach hagelt es, wie es sich für unsere Zeit gehört, haufenweise Spott und Memes in den sozialen Medien. Eines dieser Memes, das aussieht wie KI-generiert, ist tatsächlich gemalt. Regisseur David Frankel hat es der Künstlerin Alexis Franklin in Auftrag gegeben. Wie gesagt: Niemand braucht KI, wenn echtes Talent da ist. 
BU: Oh ja, wir als große (und stolze) AI-Hater haben uns sehr betroffen gefühlt, als der Milliardär Benji AI-Models und Texte vorschlägt. Leider ist das viel zu relatable geworden. Wenn wir schon bei Benji sind – jetzt mit Jeff Bezos’ Met Gala und Kauf von der Vogue ist diese Dystopie schon lange Realität geworden. Findest du, dass der Film trotz all dem Pessimismus der Industrie dennoch einen Lichtblick gegeben hat?

JZ: Einen Lichtblick gibt’s tatsächlich, aber verpackt in einer ordentlichen Schicht Realismus. Am Schluss – Achtung Spoiler! – wird Runway ja doch noch gerettet und kann (vorerst) weiterexistieren wie bisher. Aber auch nur dank jemandem, der im Geld schwimmt – wenigstens ist es eine Frau. Eine, die echten Journalismus schätzt. Ich glaube, das hat mich am meisten zum Nachdenken gebracht. Hat der Late-Stage-Kapitalismus schon so viel Zerstörung hinterlassen, dass die Medien so oder so nur noch dank großzügigen Geldgebern existieren können und blind hoffen müssen, dass unter allen Milliardären ohne moralischen Kompass ab und zu eine Milliardärin weilt, die tatsächlich Gutes im Schilde führt? Falls ja, dann sieht’s düster aus. 
BU: Ugh, und wie. Zum Glück war die Helferin in Not kein Mann.
Apropos Männer.. Der Love-Story-Plot hat mich sehr enttäuscht. Hat sich leider angefühlt wie Zeitverschwendung, die dem Hauptplot Zeit stahl. Wir sind ja wirklich nicht mehr im 2006, wo eine Romanze Pflichtprogramm war.  Wenigstens ist Andy nicht mehr mit Nate zusammen.

JZ: Dann ist es auch noch ein unglaublich langweiliger Immobilienhai, der sich abfällig über Andys Job als Journalistin äußert. Wenn das mal keine Red Flag ist. Wenn wir schon so schön am Man-Hating betreiben sind: Warum wollen Männer – in diesem Fall die reichen Tech-Bros – so dringend in die Kunst-, Mode- und Kulturwelt eindringen und sie aufkaufen? Könnte es daran liegen, dass sie Angst haben vor starken Medien? Denn wo guter Journalismus stattfindet, findet auch Kritik statt. Ja, auch in einem Mode- und Lifestylemagazin sollte dafür Platz sein. Dass Andy mit starken und relevanten Texten Runway wieder zu mehr Glaubwürdigkeit verhelfen wollte, hat mir ebenfalls gefallen. Dass diese Texte wiederum kaum gelesen wurden, weniger. Wieder eine Storyline, die so realistisch war, dass es ein bisschen weh tat. 
BU: Das ist meiner Meinung nach der Hauptfaktor. Mode- und Lifestylejournalismus, der vor allem von Frauen und queeren Personen lebt, ist den Tech-Bros definitiv ein Dorn im Auge. Die meisten dieser Männer waren ihr Leben lang die Uncoolsten überhaupt (für mich immer noch) und sehen es als selbstverständlich, Style und kulturelle Relevanz einfach kaufen zu können. Was ein „Cerulean Sweater“ ist, werden sie aber nie wissen…

JZ: So wie auch Jeff Bezos und Lauren Sanchez zwar im Besitz der Vogue sein mögen, doch die reiche Geschichte hinter der Publikation und die Kreativität aller Beteiligten können sie sich trotzdem nicht kaufen. 
BU: On a more positive note: Die Performances von Miranda, Andy, Emily und Nigel fand ich super. 20 Jahre später verkörpern sie ihre Charaktere so, als hätten sie nie unseren Screen verlassen. Vor allem Meryl Streep hat Miranda wieder großartig dargestellt. Die Szenen, in denen sie versucht, politisch korrekter zu wirken, fand ich wirklich lustig.

JZ: Meryl/Miranda hat eine fast unheimliche Wirkung. Man möchte sie trotz allem unbedingt als Chefin haben. Zumindest verstehe ich den Satz a million girls would kill for this job immer noch – Satire und Medienkrise hin oder her. Und dann taucht auch noch Lady Gaga auf! So viele meiner Woman Crushes vereint in einem Film. 
BU: Die Easter Eggs fand ich auch super. Viele konnte man nur als wahrer Fan verstehen. Zum Beispiel, als der Straßenverkäufer zwei Gürtel nebeneinander in der Hand hält. They’re just so different. Wenn wir schon bei Kleidungsstücken sind, was waren deine Lieblings-Looks?

JZ: Ich würds zwar nicht unbedingt tragen, aber ich liebe den Enthusiasmus, mit dem sich Andy in ein buntes Patchwork-Kleid von Gabriela Hearst verliebt. Für ihren Ausflug in die Hamptons die perfekte Wahl, Strohhut inklusive. Dass sie sofort einen Flecken macht und panisch versucht, diesen zu reinigen, das wiederum könnte mir auch passieren. Auch worth a mention: Mirandas aktuelle Assistentin Amari trägt nur gute Looks, von Anfang bis zum Schluss. Ob sie sich auch mal den „Cerulean-Blue“-Vortrag anhören musste? Bezweifle ich. Welche Looks würdest du in deinen eigenen Kleiderschrank hängen?
BU: Von Amari würde ich auch fast jedes Outfit klauen. Mirandas Dries Van Noten Tassel-Jacke fand ich super, sowie Andys Armani Krawatten-Detail-Kleid.

JZ: Wir haben den prall gefüllten Kinosaal also nicht nur mit Fashion-Inspiration verlassen, sondern trotz aller Hürden, die unsere Branche bekämpfen muss, mit ein bisschen Hoffnung. Das Interesse an Printmagazinen ist noch lange nicht verschwunden.
BU: Genau, Print will always be king! Die Schattenseiten motivieren gleichzeitig auch, Veränderung in der Branche sehen und bewirken zu wollen. Was den Film angeht – er lässt viel Raum zum Nachdenken, aber wir sind trotzdem mit einem Lächeln und gutem Gefühl aus dem Kino gelaufen.

Noch nicht im Kino gewesen? Schau dir hier den Trailer zu „The Devil Wears Prada 2“ an.

Mode spielt nicht nur in „The Devil Wears Prada“ eine Hauptrolle. Wir haben einige unserer Lieblingsfilme zusammengetragen, die Fashion in den Fokus rücken.

Fotos: © Disney

Tags: Andy SachsAnne HathawayEmily BluntFilmreviewLady GagaMeryl StreepMiranda PriestleyStanley TucciThe Devil Wears Prada 2
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