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Keramikkünstlerin Tamara Romanova im Interview

by Josefine Zürcher
22.06.2026
in LIVING
Keramikkünstlerin Tamara Romanova im Interview

Angesichts der Weltlage leiden wir alle an einem starken Dopamin-Mangel. Die Lösung? Dopamin-Objekte der Keramikkünstlerin Tamara Romanova. Sie findet, dass Keramik vor allem eines muss: Einen Raum zum Leben erwecken. Ihren farbkräftigen Vasen und Kerzenhaltern gelingt das ausnahmslos. Neben ihrer Arbeit als Künstlerin ist die Ukrainierin seit einigen Jahren als Model tätig. Im Interview verrät sie uns, wie sich Modeln und Modellieren gegenseitig beeinflussen, was sie an ihrer Wahlheimat Berlin schätzt und warum Kinder eigentlich die besseren DesignerInnen sind.

Modelt und modelliert: Tamara Romanova steht nicht nur vor der Kamera, sondern lebt sich gerne kreativ mit Ton aus.

FACES: Wenn du dich mit einem von dir geschaffenen Keramikstück beschreiben müsstest, welches wäre das und warum?
Tamara Romanova: Ich würde definitiv die kleine Spiky Vase in Rot wählen. Sie ist verspielt, ein bisschen dramatisch und versucht gar nicht erst, sich zu benehmen. Für mich wirkt sie lebendig, ein wenig unberechenbar und voller Farbe. Eine perfekt symmetrische Vase würde sich mit mir wahrscheinlich langweilen.

F: Eine Vase allein verrät noch nicht alles. Was muss man sonst noch unbedingt über dich und dein kreatives Schaffen wissen?
TR: Ich bin eine 23-jährige Keramikkünstlerin und Model aus der Ukraine und lebe jetzt in Berlin. In vielerlei Hinsicht verkörpere ich die Generation Z. Ich bin online aufgewachsen, scrolle wie alle anderen durch Instagram und schaue mir Reels an, und ich lebe im gleichen schnellen digitalen Rhythmus wie meine Generation – kurze Videos, ständige Informationen und kleine Dopamin-Schübe alle paar Sekunden. Diesen Rhythmus schneller Reize versteht meine Generation sehr gut. Vielleicht zieht es mich deshalb auch so zum Ton. Inmitten eines sehr digitalen Lebens gibt es mir Halt, mit einem der ältesten Materialien zu arbeiten, die Menschen je verwendet haben. Meine Arbeit reagiert auf diesen Rhythmus. Ich gestalte vor allem farbenfrohe, skulpturale Kerzenhalter und Vasen, die die Atmosphäre eines Raumes sofort verändern. Gleichzeitig stammt ein Großteil meiner Bildsprache aus dem Retro-Futurismus. Seit meiner Kindheit faszinieren mich die optimistischen Zukunftsvisionen der Vergangenheit. Geschwungene Formen, kräftige Farben und verspielte Gestalten, die sich ein wenig unwirklich anfühlen. 

F: Was reizt dich neben der Entschleunigung sonst noch an der Keramik, vor allem in Bezug auf unser digitales, bildüberflutetes Zeitalter?
TR: Ich glaube, dass physische Objekte eine Präsenz haben, die Bilder auf einem Bildschirm einfach nicht ersetzen können. Ich habe die Welt schon immer sehr stark über den Tastsinn erlebt. Ich möchte die Textur, die Form und das Gewicht der Dinge spüren. Keramik bietet dir diese direkte, ursprüngliche Verbindung. Du formst das Material buchstäblich mit deinen Händen, und das Objekt bewahrt diese Spuren. Diese physische Spur der Hand ist etwas, das unsere digitale Kultur nicht reproduzieren kann. In einer sehr bildgesättigten digitalen Welt fühlt sich das erfrischend an. Außerdem ist Ton chaotisch, unberechenbar und ein bisschen eigensinnig, was den Spaß daran ausmacht. Und zumindest im Moment kann mir die KI meinen Job noch nicht wegnehmen (lacht).

F: Wenn deine Objekte sprechen könnten, was würden sie uns sagen?
TR: „Entspann dich, it’s not that deep. Genieß einfach die Farbe und die Form. Das Leben ist schon anstrengend genug.“

F: In deiner Instagram-Bio beschreibst du deine Entwürfe als „Dopamin-Objekte“. Was muss ein Objekt haben, um Dopamin in einen Raum zu bringen? 
TR: Ich bin überzeugt, dass die Räume, in denen wir leben, unseren Geist stärker beeinflussen, als uns bewusst ist. Unser Gehirn reagiert fast augenblicklich auf Farben und Formen, noch bevor wir überhaupt darüber nachdenken. Die Neurowissenschaft zeigt, dass kräftige Farben und ungewöhnliche Formen ganz natürlich unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen und die sensorische Stimulation verstärken. Ich habe mich schon immer zu Intensität und Bewegung im Leben hingezogen gefühlt, daher suche ich ganz natürlich nach Umgebungen, die sich eher energiegeladen als neutral anfühlen. In gewisser Weise ist meine Arbeit genau das, nur übersetzt in Objekte, verspielte Formen und Farben, die einen Raum ein wenig zum Leben erwecken. Auch wenn Keramik statisch ist, gestalte ich meine Stücke so, dass sie sich „flüssig“ anfühlen, fast als wären sie mitten in der Bewegung eingefangen. Es liegt Spannung in den Kurven, Übertreibung in den Proportionen. Routine zehrt an mir. Ausdrucksstarke Objekte geben mir emotionale Energie. Also habe ich gelernt, Umgebungen zu schaffen, die mein System unterstützen, anstatt es zu unterdrücken. Wenn sich der Raum emotional flach anfühlt, fühle ich mich auch flach. Wenn er lebendig und ein bisschen übertrieben ist, fühle ich mich präsenter.

Für gelungenes Keramikdesign braucht’s keine KI, sondern Ton, Kopf und Hände.

„In Berlin herrscht eine gewisse Toleranz gegenüber Dingen, die seltsam, unfertig oder unkonventionell sind.“

F: Wie lange dauert es von der Idee bis zum fertigen Objekt?
TR: Ärgerlich lange. Keramik ist definitiv nichts für Ungeduldige. Ich gestalte die Form von Hand. Danach muss das Stück mehrere Tage lang langsam trocknen, bevor es den ersten Brand, die Glasur und einen zweiten Brand im Brennofen durchläuft. Das macht nicht gerade Spaß… Aber die Aufregung, wenn man den Brennofen öffnet, ist es wert. Jedes Mal ist es eine Überraschung (lacht). Auch wenn ich in gewisser Weise eine Chaotin bin, hat mir der Ton Geduld beigebracht und manchmal auch, einfach durchzuatmen und mein Schicksal zu akzeptieren, wenn die Dinge nicht genau nach Plan laufen. Und ich muss sagen, das tun sie nie.

F: Du lebst mittlerweile in Berlin. Was magst du an der Stadt am liebsten und was am wenigsten?
TR: Was mir an Berlin am wenigsten gefällt, ist manchmal die Oberflächlichkeit, die mit der Szene einhergehen kann. Wenn man wie ich mit 19 ganz jung hierher kommt, ohne einen starken inneren Kern, kann einen die Stadt leicht verschlingen. Auch die Dating- und Freundschaftsszene finde ich schwierig. Die Leute sind interessant und aufgeschlossen, aber viele scheinen zu zögern, sich wirklich festzulegen oder emotional zu investieren, sodass Beziehungen leider oft oberflächlich bleiben. Gleichzeitig lehrt dich Berlin viel über dich selbst. Wenn du es schaffst, hier deinen Kurs zu halten, macht dich die Stadt stärker.

F: Hast du Lieblingsorte in Berlin, die du uns gerne verraten möchtest?
TR: Das Paolo Pinkel ist mein Lieblingsort in Berlin. Es ist eine supercoole Bar mit Restaurant, die eine herzliche, leicht chaotische Atmosphäre hat, die sich typisch für die Stadt anfühlt. Die Arbeit dort hat mich auch sehr geprägt. In vielerlei Hinsicht habe ich das Gefühl, an diesem Ort als Mensch gewachsen zu sein. Und wenn ich etwas Ruhigeres suche, gehe ich gerne in den Körnerpark. Das ist der schönste Park in Berlin und ein bisschen abgeschirmt vom üblichen Stadtlärm.

F: Berlin hat eine lange Tradition von Brutalismus, Unvollkommenheit und Experimentierfreude. Wie beeinflusst die Stadt deine Arbeit mit Ton?
TR: Berlin regt zum Experimentieren an. Hier herrscht eine gewisse Toleranz gegenüber Dingen, die seltsam, unfertig oder unkonventionell sind, und das finde ich einfach großartig. Diese Stadt hat eine chaotische, experimentelle Energie, die dem Ton sehr nahekommt. Berlin ist nicht glatt gebürstet, und meine Arbeit ist es auch nicht. 

F: Wie beeinflussen dein derzeitiges Zuhause und dein früheres Daheim deinen Designprozess?
TR: Ich bin in der Ukraine aufgewachsen, und der Umzug von zu Hause weg hat meine Sicht auf die Welt und meine Arbeit geprägt. Die Erfahrung der Emigration in jungen Jahren verändert deine Perspektive – man beginnt, Stabilität, alltägliche Rituale und die kleinen Dinge um sich herum viel mehr zu schätzen. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum mich einfache Gegenstände anziehen, die still und leise mit den Menschen in ihren Wohnungen leben. Das Leben in Berlin fügt dem Ganzen jedoch noch eine weitere Ebene hinzu, da sie, wie erwähnt, zum Experimentieren anregt. 

F: Was ist eine Inspirationsquelle für deine Keramik, die nichts mit Keramik zu tun hat? 
TR: Ich habe eine kleine Schwäche für Lavalampen. Ich finde sie absolut hypnotisierend. Die langsamen, schmelzenden Klumpen, die sich darin bewegen, wirken fast lebendig. Ein paar meiner Stücke wurden tatsächlich ganz unverhohlen von ihnen inspiriert. Ich habe mir einfach eine Lavalampe angesehen und gedacht, dass sie eine tolle Keramikform abgeben würde. Man kann wohl sagen, dass sie ihren Weg in meine Arbeit gefunden hat.

F: Hörst du Musik, während du mit Ton arbeitest? Wenn ja, was sorgt in deinem Atelier für die richtige Stimmung?
TR: Das klingt vielleicht etwas komisch, aber wenn ich mit Ton arbeite, schaue ich mir oft alte, kitschige Fernsehsendungen aus meiner Heimat an, mit denen ich aufgewachsen bin. Sie sind super albern, aber auf eine gewisse Weise charmant, und sie geben mir ein seltsames Gefühl von Geborgenheit. Sie erinnern mich an meine Kindheit und an die Ukraine, die ich sehr vermisse. Durch diesen vertrauten Hintergrundlärm fühlt sich das Atelier irgendwie wärmer an, während ich arbeite.

F: Verfolgst du Trends und soziale Medien aufmerksam, oder stört das deinen kreativen Prozess?
TR: Ich bin kein großer Fan von Trends. Sie führen dazu, dass nach einer Weile alles gleich aussieht. Manchmal sehe ich in meinen Instagram-Empfehlungen diese Räume, in denen Leute ganz offensichtlich dieselben „trendigen“ Einrichtungsstile nachbauen, die sie bei InfluencerInnen gesehen haben. Immer wieder dieselben Objekte, dieselben Farben, dieselbe Ästhetik. Das ist nicht mein Ding. Ich schätze es sehr, wenn ein Raum tatsächlich deine Persönlichkeit widerspiegelt. Vielleicht war ein Gegenstand ein Geburtstagsgeschenk von einer guten FreundIn, ein Mitbringsel von einer Italienreise oder etwas, das du auf der Straße mitgenommen hast. Ich liebe es, wenn Gegenstände Geschichten und Charakter in sich tragen.

F: Was hat dir deine kreative Karriere beigebracht, das sich auch auf andere Lebensbereiche übertragen lässt?
TR: Geduld, Geduld und noch mehr Geduld. Die Arbeit mit Ton hat mir mehr als alles andere Geduld beigebracht. Auch wenn meine Werke sehr dynamisch sind, zwingt dich der Prozess selbst dazu, langsamer zu werden.

F: Hast du jemals etwas geschaffen und es so sehr gehasst, dass du es sofort zerstört hast?
TR: Ja, auf jeden Fall. Ich bin super impulsiv und oft werfe ich es am Ende direkt gegen die Wand. Das ist immer eine Erleichterung.

F: Hast du schon mal ein Keramikstück gesehen und gedacht: „Ich wünschte, ich wäre auf diese Idee gekommen!“? Wenn ja, was war es?
TR: Auf jeden Fall. Eine Sache, die mich immer fasziniert, wenn ich Keramikwerkstätten besuche, ist das Regal mit den Arbeiten von Kindern. Es ist meist voller Farben, seltsamer Formen und lustiger Figuren. Da steckt so viel Freiheit und Verspieltheit drin. Kinder machen sich keine Gedanken über Trends oder darüber, ob etwas „richtig“ aussieht. Sie folgen einfach ihrer Fantasie. Wenn man sich die Regale mit den Werken der Erwachsenen ansieht, wirkt oft alles viel zurückhaltender. Viele Stücke sind grau, braun, gedeckt, sehr kontrolliert und manchmal einander ziemlich ähnlich. Sie mögen technisch perfekt oder sehr trendy sein, aber diese unverfälschte Neugier fehlt oft. Ich bewundere diese kindliche Spontaneität. Ich finde, sie ist etwas sehr Wertvolles und geht leicht verloren, wenn man erwachsen wird. In gewisser Weise versuche ich, dieses Gefühl in meiner eigenen Arbeit zu bewahren und ein bisschen Verspieltheit und Farbe darin zu lassen. Gutes Design sollte ein bisschen von dieser kindlichen Neugier am Leben erhalten.

Ein Beispiel eines Dopamin-Objektes, das gute Stimmung in jedes Wohnzimmer bringt.

„Es geht sowohl beim Modeln als auch bei der Keramik um Komposition – nur mit ganz unterschiedlichen Materialien.“

F: Was ist wichtiger und warum – Form oder Funktion?
TR: Für mich hängen sie zusammen, aber ich neige wahrscheinlich etwas mehr zur Form. Ich mag Objekte, die zuerst deine Aufmerksamkeit erregen und eine Stimmung im Raum erzeugen. Gleichzeitig gefällt mir, dass Keramik immer noch im Alltag genutzt werden kann. Die besten Stücke sind meiner Meinung nach diejenigen, bei denen die Form eine starke Persönlichkeit hat, das Objekt aber dennoch seine Aufgabe erfüllt.

F: Wenn du ein paar Stücke für eine bekannte Person entwerfen könntest, wen würdest du wählen und warum?
TR: Es wäre lustig, etwas für Rick Owens zu entwerfen (lacht). Seine Räume sind sehr dunkel, minimalistisch und skulptural, daher würde ein auffälliges, farbenfrohes Keramikstück einen tollen Kontrast schaffen. Mir gefällt die Vorstellung von Chaos in einer sehr kontrollierten, monochromen Umgebung. 

F: Du arbeitest auch als Model. Wie bist du zur Modelbranche gekommen?
TR: Ich wurde mit 15 entdeckt und habe in der Ukraine angefangen zu modeln. Seitdem hat sich das langsam zu etwas entwickelt, das mir wirklich Spaß macht. Ich liebe es, am Set zu sein und alles, was dazu gehört – die Zusammenarbeit mit Marken, FotografInnen und Kreativteams. Vor der Kamera fühle ich mich sehr wohl. Ich glaube, dieses Selbstbewusstsein hilft mir, sowohl beim Networking als auch dabei, dass sich der gesamte Ablauf am Set sehr natürlich und reibungslos anfühlt. Ich schätze auch den deutschen Markt sehr, weil er Vielfalt wertschätzt. Im Vergleich zu Orten wie Paris, wo die Branche in Bezug auf Körperideale immer noch ziemlich streng sein kann, fühle ich mich hier mehr so akzeptiert, wie ich bin, und kann auf eine Weise arbeiten, die sich gesund und angenehm anfühlt.

F: Was war bisher dein liebster Moment oder Auftrag in der Modebranche?
TR: Ein Shooting in Kiew im Jahr 2020 mit meiner Lieblingsfotografin, Julie Poly, für die ukrainische Vogue. Die Idee des Projekts war es, festzuhalten, wie sich die Fotografin eine strahlende Zukunft für die Ukraine vorstellte. Es war eine sehr berührende und emotionale Erfahrung. Die Atmosphäre am Set fühlte sich unglaublich hoffnungsvoll an, und es schien, als glaubten damals alle wirklich an diese Vision. Wenn ich jetzt zurückblicke, fühlt es sich ein bisschen bittersüß an, denn leider ist diese Zukunft nicht so verlaufen, wie wir es uns vorgestellt hatten. Aber die Erinnerung an diesen Moment ist immer noch sehr besonders. 

Kerzenständer, Vase und Kunstwerk in einem.

F: Wenn du fotografiert wirst, wirst du selbst zum Objekt einer Komposition. Beeinflusst das, wie du deine Keramikstücke gestaltest?
TR: Ich glaube, das beeinflusst mich mehr, als mir bewusst ist. Wenn man als Model arbeitet, wird man sich sehr bewusst, wie wichtig Haltung und Balance sind und wie Formen aus verschiedenen Blickwinkeln wirken. Dieses Bewusstsein fließt ganz natürlich in meine Keramikarbeiten ein. Ich denke oft über Silhouetten, Kurven und darüber nach, wie ein Objekt den Raum einnimmt. Es geht sowohl beim Modeln als auch bei der Keramik um Komposition – nur mit ganz unterschiedlichen Materialien.

F: Was würdest du sofort an der Modelbranche ändern, wenn du könntest?
TR: Ich würde mir mehr reife Models mit starken Persönlichkeiten wünschen. Die Modebranche konzentriert sich oft so sehr auf Jugendlichkeit, dass sie manchmal vergisst, wie interessant Charakter und Lebenserfahrung vor der Kamera sein können. Wie erwähnt, entwickelt sich der deutsche Markt zwar langsam in diese Richtung und wird offener für Vielfalt und Individualität, was wirklich schön zu sehen ist.

F: Wo siehst du dich in ein paar Jahren? Was steht auf deiner Bucket List?
TR: In den nächsten Jahren möchte ich eine nachhaltige Designmarke aufbauen, die auf einer einfachen Idee basiert: Nischendesign muss nicht teuer sein. Ich glaube, dass es möglich ist, einzigartige Objekte anzubieten und sie gleichzeitig zu einem Massenmarktpreis erschwinglich zu halten. Im Moment liegt mein Schwerpunkt auf Keramik, aber mein Traum ist es, Möbel herzustellen. Das ist eine andere Größenordnung und erfordert mehr Ressourcen, aber ich meine es ernst damit, diesen Weg einzuschlagen. Ich möchte mich darauf konzentrieren, Objekte aus verschiedenen Materialien zu entwerfen – Keramik, Metall, Holz – und nicht nur Keramikstücke, sondern eine breitere Palette an Objekten anbieten. Für mich ist die spannendste Herausforderung, skulpturale Ideen in Objekte zu übersetzen, mit denen Menschen jeden Tag leben können.

Tamara Romanova

Was man über Tamara Romanovas Keramikdesigns wissen muss? Sie sind echte „Dopamin Objects“. Eine stachelige rote oder pinke Vase oder ein überdimensionaler, asymmetrischer Kerzenhalter zaubern den glücklichen BesitzerInnen jeden Tag aufs Neue ein Lächeln ins Gesicht. Und verleihen dabei auch dem minimalistischsten Interieur einen Farbtupfer. Die Ukrainierin lebt seit einigen Jahren in Berlin. Wenn sie sich nicht die Hände mit Ton schmutzig macht, dann steht sie gerne als Model vor der Kamera.
@romanova.eu

Woran Tamara gerade arbeitet, kannst du hier mitverfolgen.

Fotos: © Olena Mindrina, Tamara Romanova, Voo Store

Auch Lola Mayeras ist dem Ton verfallen. Wir haben letztes Jahr mit der Keramikkünstlerin gesprochen.

Tags: BerlinJulie PolyKeramikOlena MindrinaRick OwensTamara RomanovaVoo Store
Josefine Zürcher

Josefine Zürcher

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