Heutzutage muss man sich die ätzende Frage stellen, ob ein Bild KI-generiert ist oder von Menschenhand erschaffen, fotografiert oder gemalt wurde. In den guten alten Zeiten des Fotorealismus konnte man teils kaum unterscheiden, ob es sich bei einem Kunstwerk um Fotografie oder Malerei handelte. Das ist die weitaus weniger nervige Frage, denn beides sind ernstzunehmende Künste, die einiges an Talent fordern. Der Hirmer Verlag und das Museum Frieder Burda feiern mit „Wettstreit mit der Wirklichkeit – 60 Jahre Fotorealismus“ die Stilrichtung, die sich in den USA in den Sechzigern zu formen begann – mit einem Buch und einer Ausstellung.






Wettstreit mit der Wirklichkeit – 60 Jahre Fotorealismus
Schon seit der Mensch auf Stein kritzelt, hatte die Malerei immer auch den Anspruch, die Realität abzubilden. Nach wilden Exkursen ins Abstrakte wandten sich KünstlerInnen ab Mitte der Sechziger wieder vermehrt der gegenständlichen Malerei zu. Als Inspiration dienten oft Motive des alltäglichen amerikanischen Lebens: Autos, Diners, farbige Leuchtreklamen. Der Bildband „Wettstreit mit der Wirklichkeit – 60 Jahre Fotorealismus“, von Hirmer zelebriert die illusionistische Malkunst – mit rund 80 Meisterwerken von mehr als 20 KünstlerInnen, darunter Richard Estes, Audrey Flack oder Karin Kneffel. Die gleichnamige Ausstellung im Museum Frieder Burda ist eine der bisher größten Ausstellungen zu den Bildwelten des Fotorealismus in einem Museum in Deutschland.
Buch: Daniel Zamani (Hrsg.), „Wettstreit mit der Wirklichkeit – 60 Jahre Fotorealismus“, Hirmer, 200 Seiten, ca. 50.—, hirmerverlag.de
Ausstellung: „Wettstreit mit der Wirklichkeit – 60 Jahre Fotorealismus“, Museum Frieder Burda, Baden-Baden, bis 2. August 2026, museum-frieder-burda.de
Das Buch schnappst du dir hier.
Fotos: © Hirmer Verlag, Museum Frieder Burda
Fotografie in all ihren Facetten gibt’s an der photo basel. Hier ist unsere Vorschau.






