Man kann es nicht mehr schönreden: Das ultra-skinny Schönheitsideal aus den späten Neunzigern und frühen Zweitausendern ist zurück – und richtet unter anderem wohl auch dank Ozempic und Co. und Social Media noch mehr Schaden an als damals. Kann man dagegen mit Luxusmode ankämpfen? Meret Olympia Salome Bär versucht es mit ihrem Label Courveia. Handtaschen in Form von Kettlebells, Hanteln und Weighted Plates erinnern mit einem Augenzwinkern daran, dass Frauen Kraft und Gesundheit priorisieren sollten, statt sich auf ein gefährliches Level runterzuhungern.


Eine kurze Zeit sah es so aus, als würden diverse Körperformen zur Norm, selbst in der Modeindustrie mit ihren rigorosen Vorgaben. Doch ehe man sich daran gewöhnen konnte, nicht nur den einen ultraschlanken Körpertyp auf dem Laufsteg zu sehen, rutschen wir rasant zurück in die Neunziger. Der Heroin-Chic ist zurück und die Version des 21. Jahrhunderts ist dank Social Media und Ozempic noch viel schlimmer: Alle sind plötzlich wieder spindeldürr.
Dass das Streben nach unnatürlicher Schlankheit fatale Folgen für die mentale Gesundheit hat, ist nur eine Seite der Medaille. Was oft vergessen geht: Gerade für Frauen sind die körperlichen Folgen hochkomplex. Osteoporose betrifft weltweit einen erheblichen Teil der weiblichen Bevölkerung. Gleichzeitig ist wissenschaftlich belegt, dass Muskelaufbau und Krafttraining zentrale Faktoren für Knochendichte, hormonelle Balance und mentale Stabilität sind. Und doch haben viele Frauen Angst davor, mit Gewichten zu trainieren. Wer immer noch befürchtet, durch Krafttraining zu muskulös zu werden, sollte sich diesen Fakt verinnerlichen: Ab dem 30. Lebensjahr verlieren Frauen jährlich an Muskelmasse – es sei denn, man arbeitet gezielt dagegen mit Krafttraining. Denn Krafttraining stärkt die Knochendichte und beugt so Osteoporose vor.

Fashion & Female Health
Die Schweizer Designerin Meret Olympia Salome Bär versucht, das Gewichtestemmen mit Luxusmode alltagstauglich zu machen. Statt filigranen Ledertäschchen gibt es bei ihrem Label Courveia Taschen in der Form derer Objekte, die wir im Gym zu unseren täglichen Begleitern machen sollten: Kettlebells, Dumbells und Weight Plates. Nur wiegen die als Tasche natürlich nicht gerade 25 kg. Die Kettlebell Handbag beispielsweise entsteht aus recyceltem Carbonfaser-Material von CompPair und wird in der Schweiz bei Swiss Fiber Tec gefertigt. Dank diesen leichten Materialien kann man Kettlebell und Co. mit sich tragen, als wäre nichts.
Ganz praktisch sind die Formen der Trainingsgeräte natürlich nicht, doch die Essentials, die man im Alltag so braucht, lassen sich auch in einer Hantel oder Plate unterbringen. Denn wie es so ist bei den schönen und luxuriösen Dingen im Leben: Manchmal geht Form über Funktion. Bei Courveia steht ohnehin etwas ganz anderes im Vordergrund: Die Botschaft über Female Health. Also: Nicht nur zur Handtaschen-Hantel greifen, sondern auch zum echten Gym-Equipment.
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Fotos: © Courveia
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