Das Hotel „The Home“ in Zürich hat seinen Namen nicht grundlos gewählt: Im stilvoll-exzentrisch eingerichteten Haus fühlt sich ein Aufenthalt mehr nach Wohnen als nach unterwegs sein an. Abreisen muss man leider trotzdem irgendwann. Wie der Aufenthalt in Zürich perfekt wird, verrät unsere Senior Editor Josefine, die sowieso in der Limmatstadt zuhause ist – und das Hotel somit aus einer lokalen Perspektive getestet hat.

Man kann um den halben Globus fliegen, um Neues zu entdecken. Oder, klima- und kostenfreundlicher: Man quartiert sich in der eigenen Stadt in einem Hotel ein. Auswahl gibt’s in Zürich genug. Dank Bauarbeiten war ich tatsächlich auf eine temporäre Bleibe in meiner Stadt angewiesen. Meine Wahl fiel auf das The Home Hotel in Zürich Sihlcity. Unter anderem wegen der unschlagbaren Lage – man ist am Stadtrand und zentral zugleich, das muss ein Hotel auch erst einmal hinkriegen –, zum anderen wegen der tollen Einrichtung. Das The Home hat sich dem Dadaismus verschrieben. Heißt: Kein einziger Gegenstand ist 0815. Bereits im Eingang standen Möbel, die sogleich auf meiner Wunschliste für die eigene Wohnung landeten. Dasselbe Spiel geht im Hotelzimmer weiter: Lampen im Art Deco Stil, eingefärbte Spiegel, eine rosa Küchenzeile, bunte Statuen – das alles wollte ich einpacken und bei mir wieder aufstellen. Das Gebäude, wo The Home zuhause ist, war ursprünglich eine Papierfabrik. Der industrielle Charakter wurde beibehalten und harmoniert bestens mit der eklektischen Einrichtung.
The Home verspricht, was der Name andeutet, und zwar nicht nur in den Zimmern und Suiten, sondern auch im Rest des Hauses: The Living Room & Bar ist tatsächlich so gemütlich und einladend wie das eigene Wohnzimmer. Wer Privatsphäre sucht, verschwindet nach ein paar Drinks ins Zimmer, wo es einem an nichts fehlt. Die Suiten sind mit Küchenzeilen ausgestattet, sodass auch längere Aufenthalte möglich sind. Für Kulturbegeisterte stehen Bücher bereit, vom Thema D wie Design bis D wie Dadaismus. Für alle, die länger verweilen, bietet das The Home ein Bücherwurm-Special an: Wer mehr als sieben Nächte im The Home verbringt, kriegt ein Buch seiner Wahl aufs Bett gelegt. Via Marshall-Speaker füllt die Lieblingsmusik den Raum. Mehr Zuhause weg von Zuhause geht kaum.
Dass The Home mit dieser Ästhetik Teil von Design Hotels ist, verwundert niemanden. Und auch, dass der Dada-Stil so prominent interpretiert wird, nicht. Immerhin liegt die Geburtsstätte des Dadaismus in Zürich – im Cabaret Voltaire, das es bis heute gibt.

Alltag, aber besser
Und weil so ein Home eben alles bietet, wie das eigene Zuhause – nur vielleicht etwas exklusiver – gehört auch Kulinarik dazu. Wer die hübsche Küchenzeile im Zimmer nicht beschmutzen möchte, verweilt im hauseigenen Restaurant LouLou. Dort gibt’s französisch inspirierte Küche. Diese zieht auch ZürcherInnen an – das Restaurant ist stets gut besucht.
Man kann sich auch etwas bestellen, an der Bar abholen und direkt wieder ins Zimmer verschwinden. Zum Beispiel, wenn es einfach mal gut gewürzte Pommes sein sollen, die man im Bademantel auf dem Sofa verspeisen möchte, während man sich durch alle Fernsehsender zappt, die es gibt. Spreche ich hier aus Erfahrung? Wer weiß.
Falls es jemanden tatsächlich für die Arbeit statt das Vergnügen nach Zürich verschlägt – das soll ja öfters mal vorkommen – sorgen Coworking-Spaces für Ruhe und Produktivität. Zum Gym haben Hotelgäste exklusiven Zugang. Hoch oben mit Blick auf die Sihl lässt es sich schwitzen. Und nach dem Gym ruft der Wellnessbereich: Mit Sauna, Steamroom und Hot Tubs.

Zürich entdecken
Bahnhofstrasse, Bellevue, Zürichsee. Klar, sind die typischen Touristenhotspots schön anzuschauen – wie eigentlich so ziemlich alles in Zürich. Trotzdem lohnt es sich, sich nicht unbedingt genau dort niederzulassen und auch sonst nicht seinen gesamten Aufenthalt zwischen Bahnhofstrasse und Bellevue zu verbringen. In den Quartieren, wo die Locals zuhause sind – und die man schon etwas kennen muss, um zu wissen, was läuft–, lässt es sich noch besser leben und erleben. Darum ist The Home perfekt gelegen: Auf dem Kalanderplatz, wo das Einkaufszentrum Sihlcity zuhause ist. Daneben findet man die Allmend. Eine schier endlose Wiese, die den Stadtrand markiert und an den Uetlibergwald grenzt. Entscheidet man sich für diese Seite, braucht man keinen Stadttrubel zu fürchten. Auf der anderen Seite nimmt einem die Tram Nr. 13 innerhalb von knapp zehn Minuten mitten ins Stadtleben an den Paradeplatz. Man hat also the best of both worlds.
Meine persönlichen Tipps für alle, die weder Instagram-Hotspots jagen, noch Touristenattraktionen suchen:
Auf der Allmend spazieren und sich an den unzähligen HundespaziergängerInnen freuen.
Alt-Wiedikon erkunden und auf einen Kaffee oder Matcha beim Café Lalere vorbeischauen.
Der Sihl entlang spazieren, bis man schon fast am Hauptbahnhof und somit mitten in der Stadt ist.
Den nahe gelegenen Rieterpark erkunden. Dort herrscht selbst in der Sommerhochsaison Leere und Ruhe. Und bei Gelegenheit das Rietberg Museum besuchen.
Und natürlich: Auch etwas Zeit im The Home verbringen.
Ob verwurzelte ZürcherIn oder vorfreudige TouristIn: Dein Zimmer im The Home Hotel buchst du dir am besten gleich hier.
Fotos: ©The Home, Josefine Zürcher
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