In Wien gibt’s sensationelle Pizza, auf Mykonos Relaxation pur und in Deutschland unzählige Seen, die darauf warten, entdeckt zu werden: Hier sind unsere Neuentdeckungen aus der Welt des Reisens.
New Opening
Un poco d’amore
Wien ist immer eine Reise wert, ob für ein Stück Sachertorte oder einen intellektuellen Spaziergang durchs MuseumsQuartier. Dort ums Eck liegt auch das neu eröffnete Miiro Spittelberg, ein Townhouse-Hotel, das zum Verweilen einlädt. Wer nur kurz vor Ort ist oder sein Hauptquartier woanders aufgeschlagen hat, sollte trotzdem dringend vorbeischauen. Das hauseigene Restaurant Poco ist nicht nur Hotelgästen vorbehalten, sondern heißt auch Menschen aus der Nachbarschaft herzlich willkommen. Für das Foodkonzept wurde Hilfe aus England geholt. Jake Bucknall und Jacob Stuttard führen bereits vier Pizzerien in London. Nun gibt’s ihre Slices im Poco zu verschlingen – zum Beispiel mit würzigem Chorizo, geschlagenem Feta, zerstoßenen Fenchelsamen und Hot Honey. Dazu gibt’s Listening Partys, Pop-ups, geheime Gigs oder Kunstveranstaltungen. Regelmäßig vorbeischauen lohnt sich also.
Poco, Kirchbergasse 6, 1070 Wien, pocorestaurant.com

Book
Auf zu neuen Ufern
Das Meer ist für viele der Sehnsuchtsort schlechthin. Salzwasser und weite Horizonte haben eine gewisse Magie, die es sonst nirgendwo gibt. Aber man sollte die kleinen Geschwister der Meere nicht unterschätzen: Seen sind nicht nur für die meisten von uns schneller zu erreichen, sie sind wahre Oasen, die es sich zu entdecken lohnt. Wer nicht weiß, wo anfangen, dem sei die Buchreihe „Take me to the Lakes“ vom Berliner Verlag The Gentle Temper ans Herz gelegt. Ob München, Schwarzwald oder doch Hamburg, ob Sonderedition mit Fahrrad- oder Campingtipps – die Buchreihe zeigt so viele kleine Gewässer in Deutschland, dass man das Meer beinahe vergisst. Schließlich gibt’s sogar Seen mit Sandstränden.
thegentletemper.com

We Love
Harte Aluminiumschale, bunter Kern
Die farbenfrohe Koffermarke Floyd ist für alle, die sich irgendwo zwischen Jugend und Erwachsensein verorten. Die neueste Edition des Kabinenkoffers, der „Silverglider“, gefertigt aus einer einzigen geformten Aluminiumschale, macht eigentlich einen ziemlich seriösen Eindruck. Als Inspiration galt der Automobilbau. Doch dann leuchten da die bunten Skateboardräder und der farbige Innenteil und erinnern uns daran, dass uns auch der hundertste Businesstrip mit endlosen Meetings niemals die Laune verderben soll.
Floyd, Cabin Aluminium „Silverglider“, Aluminium-Koffer, ca. 895.—, floyd.one

Places
Herakles, Apollo und Mykonos
Die hübsche Kykladeninsel Mykonos ist vieles, aber nicht eintönig. Sie kann Literaturfans mit einer Vorliebe für Sagenwelten anziehen: Laut der griechischen Mythologie entstand Mykonos aus den versteinerten Körpern der Giganten, die von Herakles, Sohn des Zeus, getötet wurden. Ihren Namen wiederum erhielt die Insel vom Sohn Apollos. Wer lieber Promiklatsch aufsaugt, statt Götternamen zu lernen, ist auf Mykonos ebenso gut aufgehoben: Unter anderem die Hadid-Schwestern, Mick Jagger oder Paris Hilton weilen gerne auf der heißen Insel. Wichtiger als das Who is who ist aber das Where to stay. Wir schlagen ein Zimmer der Myconian Collection vor. Da hat man nämlich die Wahl aus vierzehn Hotels oder, wer es noch exklusiver mag, einer Villa aus der Villa Collection. Als Gast in einem der Hotels stehen einem die Einrichtungen der gesamten Collection zur Verfügung. Die ideale Gelegenheit, um die gesamte Bandbreite an Restaurants, Bars, Spas und Poolterrassen zu entdecken.
myconiancollection.gr

Exhibition
Artisti, a Firenze!
Reisen kann die versiegte Inspirationsquelle wieder sprudeln lassen. So ging es Mark Rothko, als er sich in den Fünfzigerjahren in Florenz aufhielt. Die italienische Renaissance hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die künstlerische Vision des amerikanischen Meisters. Treffend also, spielt sich eine große Rothko-Retrospektive im Palazzo Strozzi in Florenz ab. Und noch treffender, läuft sie bis August. Die Sommermonate locken so oder so in Richtung sonniger Süden. Kuratiert wurde die Ausstellung von Elena Geuna und Christopher Rothko, Sohn des Künstlers. Vom Palazzo Strozzi aus erstreckt sich das Projekt in die Stadt. Im Museo di San Marco und in der von Michelangelo entworfenen Vorhalle der Biblioteca Medicea Laurenziana sind ebenfalls farbenfrohe und expressionistische Bilder zu sehen.
„Rothko in Florence“, Palazzo Strozzi, bis 23. August, palazzostrozzi.org









