Wir lieben The Worst Girl in America, die Schwester eines etwas in Ungnade gefallenen Schauspielers und einen Sportler, die hoch hinaus will: Hier sind unsere aktuellen Heldinnen und Helden.
Rachel Sennott
WITZGESCHEIT
Schön, wenn es auf Gegenliebe stößt. Mit ihrer Serie „I Love LA“ hat Rachel Sennott einen Hit gelandet. Seitdem liebt auch LA die Autorin und Schauspielerin. Zweite Staffel: Coming soon. In der Zwischenzeit tobt sich Rachel als Produzentin mit ihrem neuesten Wurf „Big Mistakes“ auf Netflix aus. Als ehemalige Stand-up-Comedienne weiß sie, wo sie hingehen muss, damit es wirklich weh tut und trotzdem lustig ist. Ihre Figuren sind a total mess und gerade deshalb perfekte Antiheldinnen für eine Generation, bei der total mess längst Alltag ist.

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Noah Jupe
HERZKÖNIG
Drama, Baby! Noah Jupe spielt sich offenbar in Rekordzeit durch William Shakespeare, als wäre er ein „Tetris“-Speed-runner auf Twitch. Nach seinem Gänsehaut-Auftritt im Film „Hamnet“ zieht es den Engländer jetzt auf die Theaterbühne von London. Dort füllt er gemeinsam mit Sadie Sink („Stranger Things“) in „Romeo & Juliet“ die Taschentücher mit Tränen. George Clooney nannte Noah vor zehn Jahren den besten Kinderdarsteller überhaupt. Es scheint so, als wolle der inzwischen 21-Jährige diese Lorbeeren auch als Erwachsener nicht verwelken lassen.

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Silvia Salis
MACHT SIE MIT LINKS
In ihrer Laufbahn hat Silvia Salis schon manchen großen Wurf gelandet. Als Leichtathletin schleuderte sie den Hammer auf Spitzenniveau, vertrat Italien bei WMs und den Olympischen Spielen. Jetzt schlägt sie in ihrer zweiten Karriere als Bürgermeisterin von Genua ein und gibt dem linken Flügel des Landes Aufschwung. Bereits wird Salis als Top-Herausforderin für die nächsten Wahlen zur Regierungschefin gehandelt. Alles, was der Konkurrenz dazu einfällt? Über Silvias Manolo Blahniks zu lästern. Als ob wir noch mehr Gründe brauchen, Fan zu sein.

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Sami Galbi
GLOBEPOPPER
Seine Musik klingt, als schwebte man über einen Souq im fliegenden Auto aus „Blade Runner“. Retrofuturistischer Electropop wabert und wird von nordafrikanischen Raï- und Chaâbi-Rhythmen in Richtungen getrieben, die noch keinem Menschen zu Ohren gekommen sind. Sami Galbi sorgte mit seinem Debütalbum „Ylh Bye Bye“ für internationales Auflauschen. Jetzt zieht die Musik des schweizerisch-marokkanischen Künstlers noch größere Kreise dank einer Konzerttour durch China. Zum Glück für uns geht es aber rechtzeitig zum Festivalsommer zurück nach Europa.

© Chana Batch
A’ja Wilson
MIT BESTEM DUNK
In ihrer Heimatstadt ist A’ja Wilson bereits mit einer Statue verewigt. Dabei hat sich die 29-Jährige erst warm gelaufen. Was in ihrem Fall heißt: vierfache WNBA Most Valuable Player, dreifache WNBA Champion, zweifache Olympiasiegerin – und seit einem neuen Dreijahresvertrag über fünf Millionen Dollar die bestbezahlte Basketballerin aller Zeiten. Doch auch Michael Jordan wurde erst unsterblich, als er seinen eigenen Nike-Turnsch-, oh, den hat A’ja ebenfalls schon? A’bsolut. Demnächst erhältlich in der Version „Gold Standard“. Was auch sonst.

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Mondo Duplantis
GETTING HIGH
Wenn Mondo Duplantis noch höher fliegt, braucht er demnächst seinen eigenen Fluglotsen. Neulich brach der Schwede den Weltrekord im Stabhochsprung. Schon wieder. 15 Mal ist ihm das in den vergangenen sechs Jahren gelungen. Und wirkt dabei so entspannt, als hüpfe er für einen „Bob Ross“-Marathon auf die Fernsehcouch. Jetzt hat Mondo das Model Desiré Inglander geheiratet. Das Paar sorgt an den Fashion Weeks von Paris und Mailand regelmäßig für stylische Höhenflüge. Wir gratulieren zur geglückten Landung und fiebern gespannt Nummer 16 entgegen.

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Slayyyter
AMERICAN NIGHTMARE
Mit dem Worst Guy in America wollen wir definitiv nicht um die Häuser ziehen, selbst wenn gerade er an seinem eigenen Tanzkeller neben dem Weißen Haus bastelt. Aber das „Wor$t Girl in America“? Beep beep, wir bestellen schon mal das Taxi und holen die Hard Seltzer aus dem Kühlschrank. Slayyyter hat sich diesen Titel für ihr neues Album gleich selber verliehen und lässt den Worten Hits folgen. Gegen ihre Bassmonster wirken Charli xcx und Kesha wie Novizinnen, die dir Kräutertee ans Bett bringen. Unsere Heiligsprechung ist der Sängerin gewiss.

© Kait Muro
Thomas Bangalter
PUNK IS DEAD
Endlich ist dieser Mann an der frischen Luft. Als die eine Hälfte von Daft Punk schrieb Thomas Bangalter Musikgeschichte. Weil der Franzose dabei 25 Jahre lang einen Helm trug, kann er heute trotzdem ungestört zum Kiosk Zigaretten kaufen und wird nicht von kreischenden Fans durch Vorgärten gejagt. Seine Tage als Disco-Roboter sind zwar gezählt, am Wochenende hat Bangalter dennoch zu tun. Beispielsweise als Avantgard-Künstler, der für die Art Basel gemeinsam mit Kollege Rampa eine immersive Installation präsentiert. Get lucky und check sie aus.

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Jayden Ali
GUT IM BUID
Wie geht noch gleich der Spruch? „Über Musik zu schreiben ist wie über Architektur zu tanzen.“ Dieser Sarkasmus hat spätestens bei Jayden Ali ausgedient. Denn seine Gebäude sind Grund für Freudentänze. Der Architekt hat für seine Heimat London Großes im Sinn und legt dabei Wert auf das kleinste Detail. So war er an der Gestaltung des neuesten Museums der Metropole, V&A East, beteiligt. Stadtaufwertung heißt für Jayden nicht polierte Matcha-Ausgabetheken, sondern Quartiere, in denen sich alle Menschen, egal welchen Backgrounds, zuhause fühlen.

© ja-projects
Pauline Chalamet
SOEUR ANGESAGT
Ach, kleine Brüder. Manchmal sind sie peinlich, weil sie am Esstisch mit dem Suppenlöffel im Ohr bohren. Und manchmal, weil sie sich mit dem Ballett und der Oper anfeinden, nur um anschließend den Oscar schon wieder nicht zu gewinnen. Pauline Chalamet nimmt die Eskapaden von Timmy gelassen. Und gilt in Hollywood bald nicht mehr als Geheimtipp. Nach einer Reihe charmanter Indie-Produktionen und einer Hauptrolle in der Serie „The Sex Lives of College Girls“ geht es jetzt für Pauline im Karrierelift dank „The Devil Wears Prada 2“ ins Penthouse.

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