Was andere wegwerfen, verwandelt ECOALF in begehrte Fashion-Pieces. Die spanische Brand zeigt seit Jahren, dass nachhaltige Mode weder Verzicht noch Kompromisse bedeutet. Mit innovativen Materialien aus Meeresplastik, Fischernetzen oder alten Reifen setzt das Label neue Standards.

Die meiste Mode endet irgendwann auf der Müllhalde. Doch bei ECOALF fängt sie dort gerade erst an. Denn hinter den minimalistischen Designs der Brand steckt eine Mission, die weit über Trends hinausgeht. Seit der Gründung im Jahr 2009 verfolgt der spanische Unternehmer Javier Goyeneche das Ziel, natürliche Ressourcen zu schonen und Abfälle als wertvollen Rohstoff zu nutzen. Heute zählt ECOALF zu den bekanntesten Vorreitern nachhaltiger Mode und entwickelt innovative Materialien aus recycelten PET-Flaschen, Fischernetzen, Altreifen oder Baumwollresten.
Als B-Corp-zertifiziertes Unternehmen verpflichtet sich ECOALF zu hohen sozialen und ökologischen Standards und verfolgt das ambitionierte Ziel, bis 2030 eine Net-Zero-Marke zu werden.


Gemeinsam gegen die Verschmutzung der Meere
Ein besonders eindrückliches Beispiel für dieses Engagement ist die 2015 gegründete ECOALF Foundation. Mit ihrem internationalen Projekt „Upcycling the Oceans“ arbeitet die Organisation direkt mit FischerInnen zusammen. Statt ausschließlich Fische an Land zu bringen, sammeln diese auch Abfälle aus dem Meer, die sich in ihren Netzen verfangen. Anschließend werden die Materialien sortiert, recycelt und teilweise wieder in neue Produkte verwandelt.


Mittlerweile beteiligen sich über 4.000 FischerInnen sowie mehr als 1.000 Boote in mehreren Mittelmeeranrainerstaaten an der Initiative. Seit Projektstart konnten über 1.700 Tonnen Müll aus dem Meer entfernt werden.


Denim neu gedacht
Mit der aktuellen Kollektion „Denim for the Planet“ richtet ECOALF den Fokus auf eines der ressourcenintensivsten Kleidungsstücke überhaupt: die Jeans. Ihre Modelle bestehen aus 65 Prozent regenerativer und 35 Prozent recycelter Baumwolle und wurden so entwickelt, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus vollständig recycelbar sind.


Im Vergleich zu konventionell produzierten Jeans spart jedes Modell rund 80 Prozent Wasser – das entspricht etwa 5.434 Litern pro Hose. Möglich machen dies innovative Färbe- und Veredelungstechnologien, die den Einsatz von Wasser, Energie und Chemikalien deutlich reduzieren.
ECOALF beweist damit einmal mehr, dass nachhaltige Mode nicht nur gut aussieht, sondern auch konkrete Lösungen für einige der größten Umweltprobleme unserer Zeit liefern kann. Oder anders gesagt: Selten sah vermeintlicher Müll so gut aus.


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Fotos: © ECOALF
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