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Patrick Sieroslawski, Wempe Head of Private Label Design, im Interview

by FACES Magazin
15.05.2026
in FASHION
Patrick Sieroslawski, Wempe Head of Private Label Design, im Interview

Kann jemand noch das Periodensystem der Elemente auswendig? Wenn nicht, auch nicht weiter schlimm. Es reicht, wenn man weiß, dass Au für Aurum steht – Gold. Auf dieses Material zählt Patrick Sieroslawski, Head of Private Label Design bei Wempe. Im Interview erzählt uns der Schmuckdesigner unter anderem, warum 18K Gold ein Muss ist und welche Bedeutung Handarbeit in der Zukunft des Schmuckdesigns haben wird.

FACES: Bei Wempe entwickelst du die Marke Atelier Wempe au:thentic. Was braucht ein Schmuckstück, um authentisch zu sein? 
Patrick Sieroslawski: Für mich ist Schmuck authentisch, wenn er den Charakter seiner Trägerin oder seines Trägers unterstreicht und ergänzt und sich diesem nicht aufsetzt. Authentischer Schmuck erzählt eine Geschichte, deren ProtagonistIn jedoch immer die Person bleibt, die ihn trägt. Ein authentisches Schmuckstück tritt in einen Dialog mit dem Menschen, der es trägt und ist nicht bloßer Ausdruck eines Trends oder einer von außen aufgedrückten Rolle. 

F: Wie viel Schmuck trägst du persönlich? 
PS: Im Moment halte ich es eher reduziert und konzentriere mich auf wenige Stücke. Ich trage Atelier Wempe au:thentic am Handgelenk, dafür aber gerne im Doppelpack, weil sich die Kombination für mich stimmig anfühlt. 

F: Auf welches Design bist du am allermeisten stolz? 
PS: Ich sehe meine Designs wie Kinder, weil jedes Stück meine Geschichte in sich trägt, meine Entscheidungen und meine Entwicklung. Genau deshalb beginnt für mich alles beim Prozess, nicht beim fertigen Objekt. Denn in der Zusammenarbeit, wenn Vertrauen, Erfahrung und handwerkliches Können zusammenkommen, entsteht erst die eigentliche Qualität. Bei au:thentic kulminiert dieser Ansatz, hier bündelt sich meine gesamte Design-Erfahrung und ich trage erstmals die volle Verantwortung. Das macht die Arbeit noch einmal bewusster. Der Armreif ist dafür das beste Beispiel, er entspricht genau meiner Vision. Gemeinsam mit dem Atelier haben wir eine Mechanik entwickelt, die diesen Anspruch präzise auf den Punkt bringt. 

F: Welche Kreation hat dich in deiner Karriere am meisten herausgefordert? 
PS: Das schwierigste Projekt war zugleich eines der kleinsten, und das sagt eigentlich alles. Mein Designpartner in London und ich arbeiteten an silbernen Haarspangen für einen privaten Kunden. Wir waren beide zu stur, um dem anderen Raum zu geben, und verlagerten die Diskussion komplett ins Detail. Drei Wochen lang gab es kaum persönliche Gespräche, wir schickten uns nur Entwürfe hin und her und veränderten Nuancen, die außer uns niemand wahrgenommen hätte. Wir saßen im selben Raum und arbeiteten, aber innerlich kochte es. Kaum war das Projekt abgeschlossen, war die Spannung verflogen, als wäre nichts gewesen, und heute lachen wir darüber. Fast 21 Jahre haben wir als Team zusammengearbeitet. Diese kreative Reibung ist nicht immer angenehm, aber sie führt zu Ergebnissen, die allein kaum möglich wären, und genau deshalb würde ich sie nicht missen wollen. 

„Zu wissen, wer man ist, und das dann in Form zu bringen, das ist die eigentliche Designaufgabe.“

F: Gibt es ein Design, das du kreiert hast, das perfekt deine Persönlichkeit widerspiegelt?
PS: Der Armreif von Atelier Wempe au:thentic. Er ist pur, ehrlich, mit einem Twist. Genauso versuche ich auch zu sein, klar in meiner Haltung, aber nie ohne eine kleine Überraschung. Zu wissen, wer man ist, und das dann in Form zu bringen, das ist die eigentliche Designaufgabe. 

F: Was ist etwas, das du im Schmuckdesign gelernt hast, das du auch auf andere Bereiche des Lebens anwenden kannst? 
PS: Teamwork makes the dream work, und das meine ich genau so. Im Schmuckdesign arbeiten viele Hände an einem einzigen Stück. GoldschmiedInnen, FasserInnen, PoliererInnen, QualitätsprüferInnen, um nur einige zu nennen. Jeder bringt Können und Expertise mit. Wenn das ineinandergreift, entsteht Magie. Das gilt im Leben genauso. Die besten Dinge passieren selten allein. 

F: Schmuck hat für viele Menschen eine tiefere Bedeutung als nur ein Accessoire zu sein. Warum eigentlich? Was bedeutet dir Schmuck in deinem Leben? 
PS: Schmuck ist für mich kein Trend und nichts Saisonales. Er ist persönlich, oft an Momente gebunden. Ein Ring, der beim Abschluss geschenkt wurde. Ein Armband, das an jemanden erinnert. Diese Objekte werden zu Archiven des eigenen Lebens.  

F: Du teilst dir deine Zeit zwischen Deutschland und LA auf. Welche Unterschiede siehst du zwischen den Ländern, wenn es ums Schmucktragen geht? 
PS: Die Vielfalt ist in beiden Ländern so groß, dass ein direkter Vergleich schwerfällt. In Los Angeles trägt man Schmuck oft sichtbar, selbstbewusst. Er ist Statement und Ausdruck zugleich. In Deutschland ist die Haltung manchmal etwas zurückhaltend, aber das ändert sich gerade. Der größte Unterschied liegt für mich eher im Mindset: Sich selbst etwas zu gönnen, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben.  

F: Was hast du noch nicht designt, was du unbedingt einmal Wirklichkeit werden lassen willst? 
PS: Eine Uhr. Das ist mein großer, noch unerfüllter Designtraum. Die Uhr ist ein Objekt, das Handwerk, Präzision und Persönlichkeit auf eine Weise verbindet, die mich schon lange fasziniert. Vielleicht bin ich dafür jetzt an der richtigen Adresse. 

F: Atelier Wempe au:thentic legt trotz steigender Goldpreise Wert auf 18K Gold. Warum ist Gold ein Must? 
PS: Gold fühlte sich für mich einfach richtig an und lässt sich wie kein anderes Material verarbeiten. Es hat eine Wärme, eine Dichte, eine Geschichte, die kein anderes Material replizieren kann. 18 Karat ist dabei die perfekte Balance. Wertvoll genug, um etwas zu bedeuten, und alltagstauglich genug, um wirklich getragen zu werden. 

„Gold kommuniziert ohne Worte und muss sich nicht erklären.“  

F: Was kann Gold, was andere Materialien nicht können? 
PS: Es kann Hauptrolle und Supporting Act zugleich sein. Und seine Haptik ist unvergleichlich. Dieses Gewicht auf der Haut, diese Wärme, die es annimmt. Gold kommuniziert ohne Worte und muss sich nicht erklären.  

F: Gibt es ein Material, das im Schmuckdesign völlig unterschätzt wird und auf das man in Zukunft vermehrt setzen wird? 
PS: Wir gestalten seit Jahrtausenden Schmuck, und Edelmetalle bleiben die Konstante. Das hat seinen Grund. Alles andere ist für mich eher Trend, interessant, manchmal aufregend, aber selten dauerhaft. Ich beobachte neue Materialien sehr genau. Aber wenn es ums Wesentliche geht, kehre ich immer zum Gold zurück. 

F: In der Mode ist noch immer die Rede von „quiet luxury“. Gibt’s den Trend auch im Schmuck oder stellst du da fest, dass die Lust auf auffälligen Schmuck da ist? 
PS: Auch hier zählt vor allem Authentizität. Klassiker bleiben dominant, aber hin und wieder will man auch auffallen, und das ist absolut legitim. Mit Atelier Wempe au:thentic wollen wir wiedererkennbaren Schmuck kreieren. Das ist kein lautes Statement, aber es ist auch kein Flüstern. Es ist eine klare Haltung. 

F: Du arbeitest viel mit 3D-Technik. Welche Türen öffnet das in Sachen Design? 
PS: Man kann Dinge machen, die vor ein paar Jahren noch undenkbar waren. Wir können Formen testen, bevor ein einziges Gramm Gold eingeschmolzen wird. Wir können Proportionen erleben, Oberflächen simulieren, Fehler finden, und das in einem Bruchteil der Zeit. Aber es ist kein Ersatz für das Handwerk. Es ist ein Werkzeug, das das Handwerk besser macht. 

F: Wie wird sich Schmuckdesign deiner Meinung nach weiterentwickeln, wenn man bedenkt, wie rasant Technologien voranschreiten? 
PS: Das Handwerk bleibt essenziell, davon bin ich absolut überzeugt. KI kann spektakuläre Bilder erzeugen, beeindruckend, manchmal atemraubend. Oftmals ist das aber nichts, was real umsetzbar ist. Eine Zeichnung gibt dem Goldschmied die Möglichkeit der Interpretation, ein fotorealistisches Rendering hingegen erhöht nur die Erwartungen.  

F: Wie wichtig ist die Handarbeit noch in der Schmuckkreation? Und wie wichtig wird sie in Zukunft sein? 
PS: Sehr wichtig, und künftig noch wichtiger. Je mehr Prozesse automatisiert werden, desto wertvoller wird das, was eine menschliche Hand schafft. Das ist keine Nostalgie, das ist eine Überzeugung. Ein handgefertigtes Stück trägt eine Energie in sich, die keine Maschine reproduzieren kann. Die Menschen spüren das, und sie werden es zunehmend schätzen.

F: Was wäre für dich die spannendste Kollaboration überhaupt – völlig egal, ob realistisch oder nicht? 
PS: Ein Schmuckstück mit JAR. Joel Arthur Rosenthal ist für mich eine der größten Legenden des Fachs, jemand, dessen Arbeit zeitlos und zutiefst persönlich ist. Und eine Kollektion mit Jacquemus. Diese Leichtigkeit, diese Freude am Leben, diese Farben. Zwei völlig unterschiedliche Welten, aber beide würden mich als Designer auf eine Art herausfordern, die ich mir kaum vorstellen kann. Genau deshalb träume ich davon. 

F: Welche Zukunftsvisionen hast du für Wempe, für Atelier Wempe au:thentic und für die Schmuckwelt ganz allgemein? 
PS: Wir haben viele Pläne, aber ich schaue nicht zu weit in die Zukunft. Ich glaube daran, dass gute Arbeit für sich spricht, dass Qualität sich durchsetzt und dass Menschen immer nach Schmuck suchen werden, der sie wirklich berührt. Für Atelier Wempe au:thentic wünsche ich mir, dass die Marke im Sinne von Bedeutung weiter wächst. Es soll die Schmuckmarke werden, die jeden Tag getragen wird.

Atelier Wempe au:thentic

Einst saß er an der Werkbank des Schmuckateliers Shaun Lee und erlernte das Goldschmieden, später landete er in NYC bei Tiffany & Co und nun ist er bei Wempe angekommen: Patrick Sieroslawski ist aus der Schmuckwelt nicht mehr wegzudenken. Sein erster Aufschlag bei Wempe ist die neue Schmuckmarke Atelier Wempe au:thentic, Mit der das Commitment zu 18k Gold hervorgehoben wird – steigende Goldpreise hin und her. wempe.com

Authentisch glänzende Stücke von Atelier Wempe au:thentic findest du hier.

Fotos: © Wempe

Weitere schöne Schmuckstücke findest du hier.

Tags: DeutschlandLALondonLos AngelesNew York CityNYCPatrick SieroslawskiTiffany & Co.Wempe
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